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week#1: Müsste Düsseldorf sein.
Eine ereignisreiche und vor allem spannende Woche geht allmählich dem Ende entgegen: Neue Arbeit (falls man das vorherige studentische Lotterleben als Arbeit bezeichnen möchte), neue Kollegen, neue Wohnung, neue Stadt. Eines vorneweg: Ich fühl' mich pudelwohl und mir geht’s hier richtig gut.

Samstag Nachmittag, gerade fängt die zweite Halbzeit an, ich hör' mir die Bundesliga-Konferenz im Radio an nachdem ich schon fürs Wochenende einkaufen und ein paar Oberteile im P&C shoppen war, die Sonne scheint und das Thermometer zeigt wie schon in den letzten Tagen über 25 Grad. Als Kind des Sommers gibt es kaum ein schöneres Geschenk für mich als eine neue Stadt bei strahlend blauem Himmel, im T-Shirt und auf dem Roller erkunden zu dürfen. Und genau damit war ich in den letzten Tagen auch beschäftigt. Hier eine kleine Spritztour, da eine kurze Erkundungsfahrt... ja, so langsam kenne selbst ich (orientierungsloses Frettchen) mich ein wenig in Düsseldorf aus. Und das ist gut so! Die Stadt ist wirklich sehr schön und facettenreich. Laut Reiseführer wird sie auch die "Gartenstadt" genannt und soweit ich das zu diesem Zeitpunkt beurteilen kann würde ich das bestätigen: Jede Menge Parks und überall sind Bäume gepflanzt. Bei diesen Temperaturen wuseln die Menschen nur so durch die Straßen und sowohl Einwohner als auch Touristen genießen den herrlichen Spätsommer. Ich hab' vorher ein wenig im Gamestop gestöbert und mir anschließend ein Menü beim Burger King gegönnt; da gibt es einen so genannten Tendercrisp Chicken, schmeckt sensationell. Auf jeden Fall hab' ich mich raus in die Sonne gesetzt, um das bunte Treiben besser verfolgen zu können (die Filiale liegt genau in der Altstadt, direkt am Fuße der längsten Theke).

Was gibt es denn sonst noch neues? Ach ja, vielleicht zunächst einmal ein paar Infos darüber was ich so den lieben langen Tag in meinem Praktikum zu tun habe. Also... englische Texte übersetzen; Artikel über Spiele aus "unserem Hause" suchen, sammeln (einscannen und "screenshooten"), archivieren (=Clipping); Pressemeldungen schreiben, Goodies arrangieren und fotografieren, dass sie möglichst schön aussehen; Goodie-Bags schnüren; über Gewinnspielpreise- und Bemusterungsanfragen (Spieleseiten, die Rezensionsexemplare haben wollen, um über das Spiel berichten zu können) entscheiden (oft anhand der Besucherzahlen der Seiten); mit Journalisten aus den verschiedensten Branchen telefonieren und "E-Mail-verkehren"; Flüge und Bahnverbindungen raussuchen, vom Chef absegnen lassen und buchen; Nintendo DS-Cartridges "brennen" und wieder zusammenschrauben; Interviews abtippen (das Gestottere von so genannten Promis halbwegs rund klingen lassen); "Befehle" von den Kollegen aus Frankreich (da ist die Zentrale) entgegennehmen; Product Sheets gestalten; Adressdaten aktualisieren; Review Recaps erstellen... sonst fällt mir gerade nichts mehr ein.

Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Arbeitszeiten (die sind ganz normal aber im Vergleich zu Schule und Uni eben knackig). Morgens von 9 bis 13 Uhr, eine Stunde Mittagspause und um 18 Uhr ist Feierabend. Ist schon irgendwie strange unter der Woche nicht mal Zeit zu finden, um zum Friseur zu gehen. Hab' es dann so gemacht, dass ich mir einen Termin für gestern in die Mittagspause gelegt habe. Die Friseurin war zwar nicht so blöd, wie die junge Dame, die Uwe die Haare geschnitten hat ("Wirst du dann Arzt nachdem du deinen Doktor gemacht hast?"), eine Leuchte war sie aber auch nicht, weshalb ich nach fünf Minuten quälender Unterhaltung nach etwas zu lesen gefragt und die restliche Zeit versucht habe mächtig beschäftigt auszusehen.

Eine freudige Überraschung gab es dann gestern, als um 16:30 Uhr meine Kollegen - mein Vorgänger, der mich noch bis Ende September einweist und der PR-Azubi - Quake 3 anwarfen und mich fragten ob ich mitzocken will. Supersache: Hab' da zum ersten mal erfahren, dass wir freitags schon um halb fünf Feierabend machen und traditionell wird da von einigen wohl noch eine Runde Quake im Multiplayer gespielt. Hab' mitgemacht und bin sang- und klanglos untergegangen. Spaß gemacht hat's trotzdem. Auf jeden Fall find' ich es super - vor allem wenn es in den nächsten Monaten früher dunkel wird - wenigstens an einem Tag in der Woche noch bei mehr oder weniger vorhandener Helligkeit nach Hause zu kommen.

Danach waren ein paar Arbeitskollegen bei einem Arbeitskollegen auf ein zwei Bier zum Wrestling (!) gucken. Der Gastgeber ist ein Riesen Wrestling-Fan und zelebriert den Sport wie ich es nicht mal zu Grundschulzeiten gemacht habe, obwohl ich damals wirklich angetan war. Nun ja... Fußball ist vorbei, drum mach ich auch mal Schluss.
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